Kritische Stimmen zu Stolpersteinen

Seit dem ich mich mit dem Thema Stolpersteine auseinandersetze, bin ich v.a. auf positive Rückmeldung zu diesem Projekt gestoßen. Interessant finde ich daher zwei Funde aus den letzten Wochen.

Auf der Seite stolpersteine.net wird Gunther Demnig vorgeworfen, das Projekt vor allem aus wirtschaftlichen Aspekten heraus zu betreiben und dabei keine Rücksicht auf die Meinung der Hauseigentümer oder auch Stadtverwaltungen zu nehmen. Ein Aspekt, der so sicherlich noch nicht beleuchtet worden ist.

Auch im Internetportal qype sind Stolpersteine Thema, vereinzelte Mitglieder haben die eigentlich für Bewertung von Events und Dienstleistern vorgesehen Plattform etwas zweckentfremdet und auch Stolpersteine in die Übersicht eingepflegt. Und auch hier gibt es kritische und vereinzelt auch negative Stimmen.

Wie an vielen anderen Stellen findet man auch hier die Meinung (die z.B. auch von Charlotte Knobloch, der Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland vertreten wird), dass die Stolpersteine keine geeignete Form der Erinnerungspflege seien, da das Andenken an die Opfer des NS-Regimes sprichwörtlich “mit Füßen getreten” würde.

Weitere Infos zu kritischen Stimmen zu Stolpersteinen bei wikipedia.

Verständlich finde ich eine Anmerkung bei qype, dass es für jemanden, dessen Familienmitglieder Opfer der Verfolgung im Dritten Reich waren, alles andere als angenehm ist an dieses Kapitel beim töglichen Gang durch Hamburg erinnert zu werden, daher halte ich eine die Regelung die laut wikipedia in Krefeld gefunden wurde für sinnvoll, wo die Verlegung von der jüdischen Gemeinde nicht gewünscht war als Kompromiß jedoch dann von der Stadt erlaubt wird wenn sowohl Hausbesitzer als auch Angehörige der Opfer zustimmen.